Die Martinsrieder Medigene AG wartete am Freitag mit schlechten Nachrichten auf: wegen ausbleibender Meilensteinzahlungen sei das Grundkapital empfindlich angeknabbert worden, man müsse sogar von einer Halbierung in der nächsten Zeit ausgehen. Die Liquiditätsreserven reichen daher auch nicht mehr bis in den Sommer, sondern nur noch „bis Mai“, wobei unklar blieb, ob damit der Monatsanfang oder Ende Mai gemeint ist. Das Management schweigt sich ansonsten aus. Krisenstimmung in der Lochamerstraße.

Einem Heidelberger Forschungsteam ist es gelungen, mit Hilfe von RNA-Origami-Strukturen Nanoröhrchen zu formen und dadurch synthetische Zytoskelette zu schaffen.

Bei der Münchner Medigene AG und ihren Aktionären schrillten am Freitag Abend die Alarmglocken. Der Vorstand musste den Verlust der Hälfte des Grundkapitals anzeigen, was die sofortige Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung nach sich ziehen wird. Die Liquidität reiche nur mehr bis Mai 2025. Die Aktie wurde noch am Abend vom Handel ausgesetzt.

Die Tübinger CureVac sieht die eigene Position in einem andauernden Patentstreit mit BioNTech gestärkt. Der Einspruch der Mainzer gegen die Gültigkeit des in Frage stehenden Patents wurde abgewiesen, das Schutzrecht bleibt damit erhalten. Nun kann es in weiterer gerichtlicher Abklärung darum gehen, ob BioNTech dieses Schutzrecht verletzt hat und gegebenfalls zur Leistung von Schadenersatz verurteilt wird.

Die börsennotierte Mainz Biomed NV (NASDAQ:MYNZ) startet die eAArly DETECT 2-Studie mit dem ersten Patienten. Die Machbarkeitsstudie mit 2.000 Teilnehmern soll die Erkennung fortgeschrittener präkanzeröser Läsionen bei Darmkrebs bestätigen. Der innovative Test kombiniert mRNA-Biomarker, KI und einen Stuhltest (FIT). Ergebnisse soll es Ende 2025 geben.

Die Tübinger CureVac NV beansprucht im laufenden Patentstreit mit BioNTech einen Etappensieg für sich. Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein Patent in geänderter Form aufrechterhalten und damit den Einspruch von BioNTech größtenteils zurückgewiesen. Der Rechtsstreit um eventuelle Verletzung von Schutzrechten kann nun vor Gericht konkret weiter ausgetragen werden.

Der hessische Arzneimittelhersteller Stada verschiebt seinen geplanten Börsengang wegen volatiler Märkte. Angestrebt war eine Bewertung von etwa 15 Mrd. Euro. Zuvor hatte Stada mit steigenden Umsätzen und Gewinnen geworben. Bain Capital und Cinven hatten Stada mit zuletzt rund 11.600 Beschäftigten 2017 für 5,3 Mrd. Euro gekauft und später von der Börse genommen.

Ende März vereinbarten das Medizintechnikunternehmen Siemens Healthineers und die Alberta Cancer Foundation eine Zusammenarbeit, um die Krebsversorgung in der kanadischen Provinz zu spürbar zu verbessern. Die Regierung von Alberta wird dafür in den kommenden acht Jahren 800 Mio. CAD (rund 520 Mio. Euro) investieren.